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Scanner
Das Bild auf den Schnäppchen-Scanner aus dem Supermarkt - Startknopf drücken und schon prangt das Bild farbenfroh auf dem Bildschirm. Aber wieso meckert der Offset-Drucker beim Druck des Flyers über »falsche Farben« und »schlechte Auflösung«?
Das Digitalisieren von Vorlagen ist nicht so trivial, wie es von der Werbung der Scanner Hersteller vorgegaukelt wird. Gilt es den Prozess zu beherrschen, reichen die Automatikfunktionen der mitgelieferten Software nicht mehr aus.
Professionelle Scansoftware wie Silverfast bietet volle Kontrolle über den gesamten Prozess, während diese Kontrolle von den meisten billigen Tools genommen wird.
Zunächst muss der Scanner profiliert werden. Ein spezielles IT 8.7/2-Target wird gescannt, ausgemessen und daraus ein ICC-Profil erzeugt.
Dieses Profil wird jedem Scan zugewiesen (Photoshop: Bild > Modus > Profil zuweisen...), wodurch das Bild durch ein Farbmanagementsystem farbrichtig dargestellt werden kann. Danach kann das Bild retuschiert werden. Dieses Bild im RGB-Modus speichert man ggf. für die Verwendung in anderen Medien ab. Anschließend erfolgt die Konvertierung in den Farbraum des Zielgerätes (Drucker, Bildschirm, ...) über einer Profilkonvertierung.
Ich habe ein Tool zur Berechnung der nötigen Scanauflösung geschrieben. Es basiert auf den Formeln im Adobe Photoshop 6 Handbuch.
Um das Durchscheinen von Rückseiten zu verringern wird eine schwarze Seite hinter die Scanvorlage gelegt.
Retuschen am Bild lassen sich nur an einem kalibrierten Monitor vornehmen. Alles andere führt zu einem Blindflug. Zur Kalibrierung des Monitors stehen kleine Tools zur Verfügung, die durch visuelle Einstellung durch den Betrachter zu einigermaßen brauchbaren Ergebnissen führen. Besser ist in jedem Fall die Profilierung mit einem geeigneten Messgerät.
Tools zur visuellen Monitor-Profilierung:
- lcms - Little CMS (qtMonitorProfiler)
- Adobe Gamma (in Adobe Photoshop enthalten)
Tools zur messtechnischen Monitor-Profilierung:
- Spyder + OptiCAL (Colorvision)
- EyeOne (GretagMacbeth)
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Als Dateiformate sind für qualitativ hochwertige Druckprodukte nicht alle geeignet. TIFF und EPS sind die Formate der Wahl, wobei auf LZW-Komprimierung unbedingt verzichtet werden sollte. JPEG verwendet einen verlustbehafteten Komprimieralgoritmus und ist daher nicht geeignet.
Digitalkamera
Auch die Digitalkamera muss profiliert werden, um farbrichtig arbeiten zu können. Anschließend ist die Verfahrensweise analog zum Scan.
Man erhält die Bilder meist im JPEG-Format. Nimmt man Änderungen an ihnen vor, unbedingt im verlustfreien TIFF oder EPS-Format speichern und verwenden.


